Biografie Well

Monika Well-Hösl

Moni Well (Nr. 15)  hat das Hackbrett zum Perkussionsinstrument weiterentwickelt, liebt ihr Sopransaxophon und ist berüchtigt für ihr verbales und gesangliches Schnellfeuer. Nach ihrer Ausbildung zur Erzieherin und einigen Jahren als Alleinerzieherin, gründete sie 1986 zusammen mit ihren Schwestern Vroni und Burgi die Wellküren.

 „I bin de letzte, i bin de Moni, 
a bisserl kurz, aber net ohni! 
A bisserl zahnluckert, aber recht gschnappig, 
a bisserl linkig, aber net dappig! 
A Pobackerl bin i a kloans, 
a Nesthakerl, verzogn wia koans!“
(Vater Hermann Well für Moni, 1964) 
 
 
 
 

Christoph WellChristoph Well (Stofferl, Nr. 14)  hupt und trötet auf allen Instrumenten, die ihm zwischen die Finger und Füße kommen. Er studierte Trompete und Harfe, war unter Sergio Celibidache Solotrompeter der Münchner Philharmoniker und danach unter Strauß, Streibl, Stoiber, Beckstein und Seehofer 35 Jahre lang Solotrompeter der Biermösl Blosn, moderiert Volksmusiksendungen beim BR und hat sonst nichts Gescheites gelernt.

„Stofferl hoaß i, går nix woaß i,
går nix konn i, bloß streitn mit da Moni, des konn i!
Konns net leidn, des Weiberglump,
sie spottn und zahna gråd über uns Manna,
und haust dann zua, na bist ois Bua oiwei du da Lump!“ 
(Hermann Well für Stofferl, 1963)

 

 

Michael WellMichael Well (Nr. 13) spielt die Tuba, Drehleier, Banjo, Gitarre und Steirisches Akkordeon sowieso, Cello, Bariton und Alphorn. Sein Beruf ist eigentlich Sozialpädagoge und Kindergärtner, aber seine Berufung ist Tanzmeister und das Management der Biermösl Blosn, der Wellküren, Geschwister Well, Wellbuam, NouWellcousines, Bäsle-Quartett, der afrikanischen Gumboot-Tanzformation „Corroboration“ und von Gerhard Polt.

„Mir sågn griaß Gott es liaben Leut
Mir tanzn, spuin und singa heut!
Mir ham koa Callas, koan Caruso.
A deam is einfach aa ganz schee. 
Drum draah’n ma enk koan Krampf, koan Schmus o, 
Wer moant, er ko des net versteh, Der muaß hoit geh!“
(Michals Text im Familienspiel, 1963)

 

 

Karl WellKarl Well (Nr. 12) spielt Klarinette, Steirisches Akkordeon, Gitarre, Saxophon, Kontrabass und Alphorn. Er ist gelernter Schreiner, Häuserrestaurator und außerdem der Tontechniker und Soundexperte fast all unserer Familiengruppierungen von Biermösl Blosn bis Wellküren. Im zarten Alter von 12 Jahren begann er mit dem Rauchen und durchquerte als Frühpensionist mit 50 den afrikanischen Kontinent auf dem Motorrad. Desaströse Straßenverhältnisse, unzählige Pannen, höchste Pässe und Beipässe konnten ihn nicht aufhalten.

 „I bin da Karli,
mi kennas alli,
i bin vom Lehra,
der håt no mehra!
I hab mei erste Hosn o,
Jetz bin i endlich aa a Mo!“ 
(Hermann Well für Karli, 1962)
 
 
 

Barbara Well-PixisBärbi Well (Nr. 11) ist studierte Diplom-Sozialpädagogin und ambitionierte Amateur-Homöopathin. Früh machte sie sich aus dem Staub, um in Berlin möglichst weit weg von Hackbrett und Dreigesang ein freies, ungebundenes Leben zu leben. Erst 2003, als Vroni entschieden hatte, dass 18 Wellküren-Jahre genug waren, wurde Bärbi in einem familieninternen Casting zu ihrer Nachfolgerin erkoren. Wo andere Jahrzehnte ihrer Zeit investieren, schaffte sie es innerhalb eines Jahres, sich mit Harfe und Tuba in die Herzen unzähliger Wellküren-Fans zu spielen.

„Da håms amoi im Ernst verzohit,
wer gstorbn is kaam nomoi auf d’ Woit.
Des waar net zwieder, moants net aa?
a zwoats Moi lebn, i såg net naa.
Doch wenn die Sach soit richtig stimma,
ois Lehrerstöchterl, bitte nimmer!“  (Hermann Well für seine Töchter, 1962)

 

 

Burgi Well

Burgi Well (Nr. 8) spielt Gitarre und Posaune und hat mit der Nonnentrompete ihr Lieblingsinstrument gefunden. Von ihrer lässig-souveränen Wurschtigkeit auf der Bühne darf man sich nicht täuschen lassen – sie hat uns Geschwister alle in der Hand. Als große Schwester und gelernte Betriebswirtin ist sie die Herrin über unsere Finanzbuchhaltung, kennt jede private Sonderausgabe und jeden fadenscheinigen Bewirtungsbeleg.

„Wenn i amoi nix ko und woaß,
werd da Vati glei ganz wuid und hoaß.
Bei andre hoaßts: „Kimm, låss da Zeit,
verstehst as jetzt, bist scho soweit?“
Bei mir, då macht er net lang rum:
‚Ja schaugts nur, Kinder, de is dumm.
Wås gaab i drum, wüsst i no gråd,
von wem s‘ as håt.‘ “
(Hermann Well für seine Töchter, 1962)